Anlässe Detail

1980er Jahre @ Café des Arts
Eine Reihe von Café des Arts im Rahmen des Jubiläumsprogramms 40 Jahre Kunsthalle Winterthur

Mittwoch, 30. September 2020, 19.30 Uhr

Züri brennt — Winti pennt

Eine bewegte Zeit und ihre Folgen

Winterthur war noch tiefe Industriestadt mit Polizeistunde um 23 Uhr und galt wohl deshalb als verpennt, als 1980 in Zürich mit dem Opernhaus-Krawall die Jugendunruhen ausbrachen, welche die gesellschaftlichen und politischen Strukturen aufrüttelten. Nebst anderen Schweizer Städten stand bald darauf auch Winterthur unter dem Einfluss der «Bewegung» und deren Forderungen nach mehr Freiraum und Selbstbestimmung. Mit Grossdemonstrationen u. a. gegen die Lieferung von Schwerwasseranlagen durch die Firma Sulzer an die damalige argentinische Militärdiktatur und gegen die Waffenschau W81 und einer Reihe von Sprengstoffanschlägen wie auch durch die unverhältnismässigen Verhaftungen geriet Winterthur national in die Schlagzeilen. Wie wird diese als «Winterthurer Ereignisse» in die Geschichte eingegangene Episode aus heutiger Sicht beurteilt — und wie folgereich war sie?

Gäste: Kathrin Bänziger, Autorin und Kunstschaffende, damalige Tages-Anzeiger-Journalistin, Winterthur; Werner WAL Frei, Künstler, Winterthur; Dr. Heinz Nigg, AV- Production Heinz Nigg, Ethnografie und Kulturvermittlung, Anthropology and Community Arts, Zürich; Ernst Wohlwend, ehemaliger Stadtpräsident Winterthur, damaliger Parlamentarier und Präsident SP Winterthur.

Moderation: Miguel Garcia, Historiker, Winterthur

Eintritt frei/ Kollekte

Türöffnung und Kunsthalle Late Night: 19 Uhr

Corona-Schutzkonzept: Um die erforderlichen Sicherheitsabstände zu gewährleisten, findet die Veranstaltung im Oberlichtsaal der Kunsthalle statt. Bei grösserem Publikumszulauf wird das Tragen von Schutzmasken empfohlen. Vor dem Eingang befindet sich Desinfektionsspray, wo auch die Personalien und Telefonnummern aufgenommen werden. Auf das Verpflegungsangebot im Dritten Raum wird verzichtet.

Das Café dankt der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte für ihre einmalige «Corona-Spende».